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Erster Schreinbesuch 初詣
Hatsumôde

Das neue Jahr hat begonnen und will gebührend begrüßt werden. Man putzt das Haus, begleicht alte Schulden, macht Neujahrsbesusche und tauscht Geschenke aus. Eine festes Ritual für viele Familien ist auch der hatsumôde, der erste Besuch des Jahres in einem buddhistischen Tempel oder shintoistischen Schrein.

Im besten Sonntagsstaat, das heißt oft im traditionellen Kimono, begibt man sich gemeinsam in ein Heiligtum, um dort den Schutz der Götter für das neue Jahr zu erbitten. Zuerst gilt es, sich vom Ballast des vergangenen Jahres zu befreien. Alte Glücksbringer (o-mamori お守り) haben ihre Wirkung verloren und werden am Eingang des Tempels oder Schreins zurückgegeben oder ins Feuer geworfen. Neue o-mamori kann man vor Ort erwerben, sofern man es bis zu den Verkaufsständen schafft. Ein hatsumôde gleicht nicht selten einem Massenauflauf.

Die populärsten Heiligtümer wie der Meiji-Schrein in Tokyo oder der Shinshoji-Schrein in Narita ziehen in den ersten Januartagen jeweils über drei Millionen Besucher an. Es kann bis zu einer Stunde dauern, bevor man die eigentliche Gebetshalle ereicht hat, wo man beten und eine Spende entrichten kann.

Der hatsumôde-Brauch lässt sich bis in die Meiji-Zeit zurückführen. Er hat in den letzten Jahren sehr an Popularität gewonnen. In den Siebzigerjahren pflegte nur etwa jeder zweite Japaner die Tradition. Heute finden Dreiviertel der Bevölkerung den Weg in einen Schrein oder Tempel.

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